Warum Abnehmen alleine kein gutes Ziel ist
- David Zimmel

- vor 1 Tag
- 3 Min. Lesezeit
Training vs. Ernährung – und was wirklich langfristig funktioniert
„Ich möchte einfach ein paar Kilo abnehmen.“
Das ist einer der häufigsten Sätze, die wir von Menschen hören, die neu bei uns starten. Und er ist absolut verständlich. Viele fühlen sich im eigenen Körper nicht mehr ganz wohl, haben weniger Energie als früher oder merken, dass der Alltag anstrengender geworden ist.
Abnehmen wirkt dann wie ein klares, greifbares Ziel. Eine Zahl auf der Waage, die man reduzieren möchte.
Und trotzdem ist genau dieses Ziel oft zu kurz gedacht.

Die Zahl auf der Waage erzählt nicht die ganze Geschichte
Gerade am Anfang dreht sich vieles um Gewicht. Doch was wir in den letzten Jahren immer wieder beobachten:
Die Zahl auf der Waage sagt erstaunlich wenig darüber aus, wie fit, stark oder gesund sich jemand wirklich fühlt.
Was viel entscheidender ist, ist die Körperzusammensetzung.
Also das Verhältnis von Muskelmasse zu Fettmasse.
Zwei Menschen können gleich viel wiegen – und sich komplett unterschiedlich fühlen.
Der eine fühlt sich müde, kraftlos und schnell ausser Atem.
Der andere hat Energie, ist belastbar und kommt gut durch den Alltag.
Der Unterschied liegt selten nur im Gewicht. Sondern darin, wie der Körper aufgebaut ist und wie er genutzt wird.
Typische Muster, die wir immer wieder sehen
Viele Einsteiger kommen mit ähnlichen Strategien:
Sie essen sehr wenig
Sie machen hauptsächlich Cardio
Sie haben das Gefühl, ständig verzichten zu müssen
Und oft hören wir Sätze wie:
„Ich esse fast nichts und nehme trotzdem nicht ab.“
Das ist frustrierend. Und auf Dauer auch ziemlich demotivierend.
Denn wer dauerhaft zu wenig isst und sich gleichzeitig nur einseitig bewegt, bringt den Körper eher in einen Sparmodus. Energie wird gespart, Muskeln werden abgebaut – und genau das macht langfristige Veränderungen schwieriger.

Training verändert mehr als nur den Körper
Was viele unterschätzen: Regelmässige Bewegung verändert nicht nur Muskeln, sondern auch das eigene Verhalten und Mindset.
Menschen, die anfangen zu trainieren, berichten nach einiger Zeit oft von ganz anderen Dingen als Gewichtsverlust:
mehr Energie im Alltag
besserer Ausgleich zum Job
mehr Selbstvertrauen
ein besseres Körpergefühl
Und plötzlich steht nicht mehr nur die Waage im Mittelpunkt.
Sondern das Gefühl, sich wieder mehr zutrauen zu können.
Sich stärker zu fühlen.
Belastbarer zu sein.
Ernährung vs. Training – was ist wichtiger?
Diese Frage hören wir oft. Und die ehrliche Antwort ist:
Beides gehört zusammen.
Wir glauben nicht an Extreme.
Nicht daran, dass man nur „perfekt“ essen muss.
Und auch nicht daran, dass Training alleine alles löst.
Aber was wir immer wieder sehen:
Ohne regelmässige Bewegung ist es sehr schwierig, langfristig etwas zu verändern.
Training bringt Struktur.
Training schafft Routinen.
Training verändert, wie man sich selbst wahrnimmt.
Und genau dadurch verändert sich oft ganz automatisch auch der Umgang mit Ernährung.
Nicht aus Zwang. Sondern weil man merkt, was einem guttut.
Warum „nur abnehmen“ oft zu kurz greift
Wenn Abnehmen das einzige Ziel ist, passiert häufig Folgendes:
Sobald die Zahl auf der Waage stagniert, sinkt die Motivation.
Man hat das Gefühl, es bringt nichts.
Und hört wieder auf.
Wenn das Ziel dagegen grösser wird – mehr Energie, mehr Kraft, mehr Lebensqualität – dann entsteht etwas Nachhaltiges.
Das Gewicht kann sich verändern. Muss aber nicht sofort.
Was sich fast immer verändert, ist das Gefühl im eigenen Körper.
Ein neuer Blick auf Fitness
Viele starten mit dem Wunsch, ein paar Kilo zu verlieren.
Und bleiben, weil sie merken, wie gut ihnen die Bewegung tut.
Weil sie wieder besser schlafen.
Weil sie sich nach der Arbeit besser fühlen.
Weil sie merken, dass sie stärker sind, als sie dachten.
Abnehmen kann ein Teil davon sein.
Aber selten ist es der einzige oder wichtigste Effekt.

Vielleicht geht es um mehr als nur Gewicht
Wenn du gerade darüber nachdenkst, etwas zu verändern, dann stell dir vielleicht nicht nur die Frage:
„Wie viel will ich abnehmen?“
Sondern auch:
Wie möchte ich mich in meinem Alltag fühlen?
Wie viel Energie hätte ich gerne?
Was würde ich meinem Körper gerne wieder zutrauen?
Manchmal beginnt alles mit dem Wunsch, abzunehmen.
Und entwickelt sich zu etwas viel Grösserem.
Wenn du herausfinden möchtest, was für dich persönlich ein sinnvoller Einstieg sein könnte, kannst du jederzeit ein unverbindliches Gespräch mit uns vereinbaren.
Ganz ohne Training, ganz ohne Druck – einfach, um gemeinsam zu schauen, wo du stehst und wo du hinmöchtest.




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